Aktion Gelassenheit in virtuellen Gemeinschaften on Fri, 4 Apr 2003 12:42:14 +0200 (CEST)


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[rohrpost] H.C.Gilje, Mattias Härenstam, Oyvind Torseter




H.C.Gilje, Mattias Härenstam, Oyvind Torseter

Eröffnung: 10. April, ab 19:00 Uhr

Ehrengäste:
Carl Peter Salicath, Königlich Norwegische Botschaft Berlin
Johan Bengt-Pahlson, Schwedische Botschaft Berlin

Dauer der Ausstellung: 11. April - 31. Mai 2003


c h r o m o s o m e
galerie und centrum fuer internationale gegenwartskunst

Invalidenstrasse 123-124
10115 Berlin-Mitte

tel.: +49-30-443579-62
fax: +49-30-443579-63

mailto:galerie@chromosome.de
http://www.chromosome.de

Öffnungszeiten während der Ausstellungen:
Dienstag - Samstag von 14:00 - 19:00 Uhr


KUNST MITTE NORD - OPEN WEEKEND
11. und 12. April
http://www.kunstmittenord.de

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H.C. Gilje
http://www.nervousvision.com

zeigt h.k. mark, ein sehr detailreiches Video, gedreht in Hong Kong.
Animationen von urbaner Bewegung mischen sich mit Overlays von mehreren
Videoebenen, wodurch architektonische Details miteinander verschmolzen
werden. Die Farben wie Formen bekämpfen sich, ergänzen sich, und
interagieren mit den Bewegungen der Menschen, die in ihnen leben.
Aus dieser Arbeit wurden Stills generiert, die als Bildwerke parallel zum
Video ausgestellt sind. Diese Stills wurden sehr gezielt "eingefroren",
denn H.C. Gilje schafft skulpturale Bildräume durch die Aneinanderreihung
von Bewegungsfolgen. Die wenigen Momente urbaner Überlagerung, die für
einen permanenten Stillstand geeignet sind, wurden dem Video als
fotografische Bilder entnommen und erinnern an den Verlust der
Zeitkomponente im Bewegtbild.

Mattias Härenstam
http://www.mharenstam.cjb.net

zeichnet ein Bild von Berlin wie es realistischer nicht sein könnte.
Unscheinbare Passanten gleiten durch spannungslose Strassenzüge, alle
haben scheinbar ein unentrinnbares Ziel, kein Detail kann die harmonische
Langeweile durchbrechen. Die Charaktäre, die Mattias Härenstam aus vielen
Stunden von Videobeobachtungen ausgewählt hat, sind Archetypen des
Berliner Durchschnittsmenschen. Sie laufen durchs Bild, unerkannt und
anonym, und doch alle
mit Zielen und Fragen umwölkt. Inmitten grausamer Alltäglichkeit jedoch
geschehen plötzlich wundersame Dinge. Die Vielfältigkeit der
Kunstentwicklung von Mattias Härenstam wird sich durch weitere Stücke
seiner früheren Jahre ausdrücken: Raumarbeiten und Skulpturen werden von
ihm installativ in die Ausstellung verwoben, so auch seine Video- und
Rauminstallation "everyday life in the postutopian welfare society": Der
Künstler inszeniert sich selbst, phlegmatisch, desillusioniert, unfähig
zur Aktion - und wieder geschehen eigenartige Realitätsverschiebungen
zwischen Halluzination, Wunder und Traum.

Oyvind Torseter
http://www.comotiv.no/IconOyvind.html

hat eine nichtlineare Geschichte rund um Wunderdinge, Tiermenschen und
SuperheldInnen gezeichnet: Mr. Random, eine Art beobachtender Robin, der
manchmal grosse Ähnlichkeit mit dem Künstler selbst hat, ist - wie ein
immer vorhandener neutraler Engel - in Konstallationen von
Phantasiegeschichten verwoben. In feinsten Zeichnungen collagiert Oyvind
Torseter inselhaft Aktionen und Räume voller Mystik und politischer
Scharfsinnigkeit. Eine Auswahl der Originale wird nun erstmalig in
Deutschland vorgestellt. Zu den Zeichnungen erschien auch eine Publikation
"Mr. Random" im Verlag Le Rouergue, die bei chromosome während der
Ausstellung erhältlich ist.

Johanna Rieseneder

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